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| Tagesberichte, Resultate und Bilder |
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30. April bis 4. Mai 2008 |
| Internationale Drachen Schweizermeisterschaft 2008 |
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Schlussbericht: Arbon, 6. Mai 2008
Odd Lofteröd ist Drachen Schweizermeister 2008
Norweger gewinnt sie Internationale Schweizermeisterschaft bei eher leichten Winden. Der Yachtclub Arbon wurde seinem guten Ruf als Organisator voll gerecht und bot den sportlichen Rahmen für diese Meisterschaft, die am Auffahrtstag gestartet wurde. 36 Drachen aus vier Nationen waren zu Gast im Hafen und die Mannschaften und viele Gäste wohnten der Siegesfeier am Sonntagnachmittag im Clubzelt bei, wo Odd Lofteröd mit seiner Mannschaft Niels Lofteröd und Stefan Pulver zum Schweizermeister gekürt wurde.
Nachdem auch am Sonntag, wie auch schon am Samstag keine gültige Regatta gesegelt werden konnte, war der Bestplatzierteste der ersten beiden Regattatage auch der Gesamtsieger. Der umsichtige Regattaleiter Hans Fatzer hat den sportlichen Teil der Meisterschaft um 12.45 Uhr abgeschossen, nachdem keine Chance auf etwas Wind bestand.
Der Sieger mit dem Boot (NOR 275) hat mit einem beruhigen Abstand von 12 Punkten auf den Zweitplatzierten die Meisterschaft für sich entschieden. Er fuhr in drei von fünf Rennen als erster über die Ziellinie. Diese Überlegenheit ist sehr hoch zu werten, war doch ein hochkarätiges Teilnehmerfeld am Start. Im vergangenen Jahr wurde er norwegischer Meister. Lofteröd wohnt allerdings schon einige Jahr in der Schweiz.
Der Zweite, der Thuner Jürg Wittwer mit GER 1018 ist ein erfolgsgewohnter Segler der zwar keinen Laufsieg holte, aber in jedem Rennen vorne dabei war. Er segelte sich auch dann nach vorn, wenn er durch Winddreher nach hinten gereicht wurde. Für die grosse Überraschung sorgten die vom Chimsee kommenden Sepp Haag mit seiner Crew. Erst auf diese Meisterschaft hin stiegen sie von einer anderen Klasse um und holten sich auf anhieb die Bronze-Medaille. Der Leichtwindspezialist holte sich den Laufsieg im abgekürzten, vierten Rennen.
In diesem gutbesetzten Feld gab es natürlich auch Enttäuschte. Einige Favoriten sahen sich einer Phalangs neuer, junger Segler gegenüber, die bei diesen Windbedingungen mehr Glück hatten. Oft waren enorm grosse Abstände im langgezogenen Feld feststellbar. Gesamthaft beurteilt, war hochstehender Regattasport feststellbar.
Die besonderen Wetter- und Windbedingungen
Die Meisterschaft wurde von der sportlichen Seite als sehr schwierig beurteilt, denn die schwachen und teilweise nicht konstanten Winde verlangten viel Können und ein besonderes Feeling. Es wurde guter Regattasport geboten mit spannenden Zweikämpfen, als auch taktisch klugen Manövern. Ein Kompliment an alle Segler, denn die ganze Meisterschaft verlief ohne einen Protest. Dies ist ein Zeichen, dass Drachensegler fair sind, auch in sehr heiklen Regatta-Situationen.
Die ersten beiden Regattatage boten mit kleinen Abstrichen gute und faire Verhältnisse. Eine Geduldsprobe am Samstag und am Sonntag verdauten nicht alle gleich gut, denn trotz Startversuchen konnte kein gültiger Lauf registriert werden. Die Wetterlage liess keine besseren Winde zu. Stärkere Winde und Wellen wünschten sich wohl die meisten Teilnehmer, denn erst dann kann mit dem Drachen optimal gesegelt werden.
Der Sieger stand also bereits am Freitagabend fest. Weil aber sechs Läufe für die SM ausgeschrieben waren, musste die restliche Zeit verwendet werden, den noch fehlenden Lauf nachzuholen. Leider ohne Erfolg.
Check für „Chinderhus Wyfelden“ durch den Grossratspräsidenten Willi Nägeli übergeben
Einmal mehr wartete die Drachenklasse, vor allem Harro Kniffka des Hanseatic Lloid mit einer grossen Überraschung auf. Wie bereits im Vorjahr wurde die SM dazu benutzt, um für eine Soziale Institution zu spenden. Am Galaabend im Hotel Metropol konnte ein Check und Bargeld in der Gesamthöhe von Fr. 6'500.-- an Frau Colombo vom Chinderhus überreicht werden. Der grosszügige Check wurde vom amtierenden Grossratspräsidenten Herr Willi Nägeli herzlich übergeben. In seiner Verdankung würdigte er diese Geste und die soziale Verantwortung der Drachensegler ganz besonders.
Der Yachtclub Arbon als kompetenter Organisator
Die Meisterschaft ist bestens vorbereitet und durchgeführt worden. Seit letzten Herbst wurde unter der Leitung vom OK Präsident Pablo Erat, dem Vorstand und 50 Helferinnen und Helfern des YCA diese Meisterschaft organisiert. Sie stellt einen der Höhepunkte im Vereinsjahr dar. Zu Land wurden die Gäste im Clubzelt bewirtet. Auf dem Wasser dirigiert Hans Fatzer, als erfahrener Regattaleiter, das Feld der „Königsklasse“ und schaffte mit seinem Team den Rahmen für die sportliche Seite dieser Veranstaltung. Einmal mehr hat sich der YCA bewährt und gezeigt, dass er in der Lage ist, Internationale Meisterschaften zu übernehmen. Er wagt sich im nächsten Jahr gar an eine Europameisterschaft heran, die ebenfalls über die Auffahrtstage stattfinden wird.
Attraktive Preisverleihung im Clubzelt
Aufgrund von grosszügigen Sponsoren konnten den ersten zehn im Klassement attraktive Preise überreicht werden. Sowohl der Clubpräsident, Rolf Niederer, der OK Präsident, Delegierte vom Suisse Sailing sorgten für eine würdevolle Preisverteilung, in der die Gold-, Silber- und Bronzegewinnern besondere Ehre zuteil wurde. Die Sieger wurden frenetisch gefeiert. Als besonders attraktiv beurteilten die Teilnehmer die Preisverlosungen. Das Glück bevorzugte da vor allem die schweizerischen Teilnehmer.
Die umliegenden Hotels beherbergten rund 180 Gäste/Regattateilnehmer während diesen vier Tagen. Für andere Gäste wurde es etwas schwierig, noch ein freies Hotelzimmer in unserer Gegend zu finden. Der umtriebige Yachtclub sorgte einmal mehr für touristische Aktivitäten in unserer Region. Es ist zu hoffen, dass das eintritt, was viele Teilnehmer nach der Preisverleihung äusserten. Sie möchten nämlich die wunderschöne Stadt und die herrliche Bucht wieder besuchen. Dies ist sicher ein besonderes Zeichen, dass es ihnen in Arbon gefallen hat.
Max Juchli, OK Presse
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Tagesbericht: Auffahrt, 1. Mai
Imposanter Start bei der Drachen-SM
An der Drachen-SM vor Arbon konnten am Auffahrtstag gleich 2 Läufe absolviert werden. Die Rangliste zwischen den beiden Läufen wurde stark durcheinander gemischt. Erstaunlich, weil recht konstanter, aber leicht drehende Wind aus N/NO sich rechtzeitig zum Start einstellten. Wehte der kalte Wind anfänglich mit guten 2Bf, die dann im 2. Lauf gegen Ende eher auf 1-2 Bf abflauten. Die beiden Läufe glichen sich in der Hinsicht, dass jeweils die Erstplatzierten an der Luvtonne auch den Laufsieg untereinander ausmachten. Sie glänzten durch exzellente Geschwindigkeit auf allen Kursen, sodass riesige Abstände festzustellen waren, die im letzten Vorwind das Feld auf etwa 1km auseinander zog.
Im ersten Rennen ging P. Müller (SIU 291) vom Start weg souverän in Führung und er sah bis zum letzten Fass, wie der Laufsieger aus. In einem kleinen Match race zwang ihn die clever segelnden J.Wittwer (GER 1018) und O. Lofteröd (NOR 275) auf der Zielkreuz zu mehreren Wenden, sodass er sich nur noch mit Rang drei begnügen musste. Sieger also im ersten Lauf der Norweger O. Losteröd.
Im zweiten Lauf war bereits nach 500m nach dem Start klar, wer sich diesen Laufsieg wohl holen wird. Wenige Boote wendeten frühzeitig auf den bevorteilten Steuerbordbug. Darunter der nachmalige Sieger A. Hermann (GER 159). Er leistete sich beim Start mir Steuerbordschoten den Luxus, gleich einigen Booten auszuweichen. Mit klugen Schläge in der ersten Kreuz kämpfte er sich an die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Er siegte mit einem eindrücklichen Vorsprung von 4 Min. auf T. Mittelmeier (SUI 292) und gar weitere 5 Min. auf den Dritten (H.Bossert SUI 200)
Morgen sind vom Regattaleiter Hans Fatzer mindestens 2 Läufe vorgesehen.
Max Juchli, OK Presse
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