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14. Mondscheinwoche Arbon, 15. bis 19. Juni 2009 und
2. Schoten und Knoten Regatta, 20. Juni 2009



22.06.2009, Max Juchli

Patrik Maurer: Schnellster bei der Schoten- und Knotenregatta.

Am Samstag nach dem Abschluss der Arboner Mondscheinwoche führte der Yachtclub Arbon in Kooperation mit dem Yachtclub Rheindelta in Fussach eine Langstreckenregatta durch. Sie wurde bereits zum zweiten Mal durchgeführt und wird grosszügig gesponsert von der Fa. Meister +Cie AG, Hasle-Rüegsau. 19 Teams aus drei Nationen starteten bei leichten Winden aus Nordwest um 13.15 Uhr. Patrick Maurer, der Schnellste, hatte mit seinem Katamaran RC27 bereits nach 1Std. 40 min. das Ziel in Fussach erreicht.

Entscheidung bereits beim Start
Schon beim Start war entscheidend, wie die Taktik nach der Auslaufboje zu wählen war. Der direkte Weg hat sich auch in diesem Jahr nicht als der Schnellste erwiesen. Die pfeilschnelle Go On von Dietmar Salzmann war von Start weg vorne weg, musste aber den Katamaran mit Patrik Maurer am Schluss doch vorbei lassen. Kurze Spi - und räumliche Kurse prägten das Rennen. Aufgrund der Windstärke und -Richtung war kaum Taktik gefragt.

Die Schnellsten
In den YST-Gruppen 2 und 3 gab es Überraschungssieger durch YCA Mitglieder, die beide neue Boote auf diese Saison hin, erworben haben. Es sind dies Peter Pfister, der mit seinem L-Boot einen klarer Sieg herausfuhr. Während bei den YST 2 Esther Mattmann mit einem Polster von 4 Minuten auf den Zweiten die Ziellinie kreutzte. In der ORC Club-Wertung gewann der Vorjahressieger mit der Esse 850 von Horst Zimmermann erneut. Es wurde auch eine Gesamtrangliste erstellt und da ist erkennbar, dass die Regattaneulinge mit ihren neuen Booten äusserst gute Resultate ersegelt haben. So kommt Esther Mattmann gar auf den 3. Gesamtrang und Cyrill Stadler mit der Int. 806 auf den 7. Platz. Herzliche Gratulation. Erster Start und gleich den ersten Sieg! Dies wird voraussichtlich der Anstoss sein, vermehrt am Regattageschehen mitzuwirken.

Schönes Seglerfest beim Gastclub
Der YC Rheindelta stellte sich einmal mehr als freundlicher Gastgeber dar und die ausgezeichnete Paella, vor der Preisverteilung, wurde in kurzer Zeit „weggeputzt“. Der Präsident des YCA, Rolf Niederer bedankte sich herzlich für die grosse Gastfreundschaft und überreichte Dietmar Salzmann ein schönes Geschenk. Die Preisverteilung bei ausgezeichneter Stimmung verlief sehr spannend, gab es doch wieder wertvolle Schoten der Fa. Meister zu gewinnen. Die Gutscheine dazu verteilte der Regattaleiter Ivo Gonzenbach, der gleichzeitig das Start- und Zielprozedere durchzuführen hatte. Eine sportlich, wie gesellschaftlich sehr schöne Veranstaltung fand im neuen Clubheim des Gastgebenden Vereins anscheinend noch einen späten Ausklang.



22.06.2009, Max Juchli

Schlussbericht Mondscheinwoche des YCA:
Warten auf Wind.


Bereits zum 14. Mal führte der Yachtclub Arbon (YCA) die unter Seglern äusserst beliebte Mondscheinwoche durch. Täglich gingen ca. 60 Schiffe an den Start. Die schwierige Wetterlage liess leider nur zwei Rennen zu, in denen sich die Lokalmatadoren meist durchsetzten. Dank der sehr gut geführten Veranstaltung waren die Sportler, obwohl nur zwei Läufe zu Stand kamen, an der Rangverkündigung zufrieden und werden auch im nächsten Jahr wieder nach Arbon kommen.

Segler mit Behinderungen machten mit
Die unter der Betreuung von Sailability.ch stehenden Boote, die unsinkbar sind und nicht kentern können, starteten in Zweierteams und erbrachten eine bewundernswerte Leistung. Sie wurden zwar separat gewertet, starteten aber im Gesamtfeld mit ihren kleinen Booten mit. Sieger wurde Philip Angst vor Fluri Urech und Roger Liebherr.

Guten Sport, trotz drehenden und schwachen Winden
Ein besonderes Merkmal der Mondscheinwoche ist, dass fair gesegelt wird. Sollte ein Steuermann einen Fehler z.B. wegen Missachtung der Vortrittsregeln, hat er dies direkt zu korrigieren, oder mit dem Betroffenen an Land zu regeln. Dies führt zu toleranterem Verhalten während des Rennens.

Trotzdem setzten die Teams ihr ganzes Können und ihre Cleverness ein. Dies war auch nötig, denn die instabilen Winde verlangten hohe Aufmerksamkeit und rasche Reaktionen. Wenn sich dann noch gute Revierkenntnisse dazu gestellten, war das in dieser Woche ein echter Vorteil.

Die Sieger
Oft hört man: Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Das galt gerade in einer solchen Wettersituation. Manch ein Favorit konnte sich nicht wunschgemäss durchsetzen, denn die schwierigen Bedingungen selektierten stark. Gespannt war man auf drei neue Boote im Feld, einerseits die von Patrick Ruf gesteuerte „Yermaya“ und die Libera von Sammy Smits. Der effektvollen Enigma 34 traute man zum Vornherein gute Geschwindigkeit zu. Dies vor allem auch deshalb, weil sie vom mehrfachen Polizeiweltmeister, Fredi Geisser gesteuert wurde.

Wie im Vorjahr duellierten sich bei den ganz schnellen Booten die „Evanesse“ von Patrick Herzig und die „Hurry Curry“ mit dem erfahrenen Peter Munz am Steuer. Letzterer holte sich den Sieg in der Wertungsgruppe Yardstick 1. Das neue 12m Boot „Yemaya“ der YCA-Segler, das erst einige Tage vorher angeliefert wurde, fiel durch gute Geschwindigkeit auf, jedoch wird sich diese Crew noch an die Feinheiten der Konstruktion herantasten müssen. Sie wurden Dritte. Den Sieg in der Yardstick-Gruppe 2 holte sich einmal mehr Roland Rüegge vom YCA vor der „Santana“ mit Karsten Heinzle aus Fussach und Toni Wetzel mit dem gleichen Boot wie der Sieger. Die Lokalmatadoren das YCA beherrschten die Medaillenränge in der YST 3. Es bekämpften sich der Sieger, Martin Gasser mit seiner H323 und Dieter von Buschmann. Am Schluss trennten sie lediglich ein Punkt. Guter Dritter wurde Anton Stäheli mit seiner Neuerwerbung, einer schöne Klassik-Yacht. In der Gruppe Mehrrumpfboote war der Trimaran von Ulf Hügel, ebenfalls vom YCA, der Schnellste, gefolgt von den beiden 18HT von Andrea Lutz und Thomas Frehner. In der Gruppe ORC-Club konnte der YCA ebenfalls den Sieger stellen. Mit zwei unangefochtenen Siegerläufen mit der Esse 850 setzte sich Max Juchli an die Spitze, gefolgt vom „Altmeister“ der Esse-Klasse, Horst Zimmermann und dem Drittplatzierten Markus Gschwandner. Die Esse 850 scheint ein ideales Boot zu sein, um in dieser Wertungsgruppe mitreden zu können. Bei den Jollen war das Feld dieses Jahr recht klein. Die beiden Finn von Fredy Wachter (Sieger) und dem Zweiten, Alex Geisser lagen vor Allain Robichon mit dem 470er.

Die Organisation erhielt viele Komplimente
Mit über 40 fleissigen Helferinnen und Helfern unter der Leitung des Präsidenten Rolf Niederer stand eine hervorragende Organisation zur Verfügung. Die Seglergäste, meist zwischen 190-230 Personen wurden im Clubzelt und am Land bestens betreut, während die Regattaleitung in den bewährten Händen von Ivo Gonzenbach lag. Auf ihn wartete eine äusserst schwierige Aufgabe, die er mit Bravour meisterte. Er war es, der auch die allabendliche Verlosung und die Rangverkündigung mit viel Charme und Humor führte. Er machte die eine oder andere Crew besonders froh; zum Beispiel gewann eine Mannschaft einen hochattraktiven Preis eines Arboner Unternehmens und wird mit seiner ganzen Mannschaft ein Champagnerfrühstück in Arbon geniessen können. Dank vielen grosszügigen Sponsoren konnte attraktive Preise vergeben werden und als absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Seglerszene auch wieder die tägliche Seglerzeitung „Mondscheiner“ hergestellt werden. Eine farbige Informationsbroschüre, die über den Vortag berichtete und nebst den Ranglisten viel Wissenswertes enthielt. Er wurde elektronisch an 400 Stellen versandt und in Druckversion am Hafen verteilt. Somit waren die Informationen fast in Echtzeit bei den Adressaten zur Verfügung.

Auf diese Weise hat die Mondscheinwoche täglich ca. 300 Gäste nach Arbon gelockt und durch die besonderen Attraktionen der Veranstaltung auch touristische Aufmerksamkeit erreicht, denn manch einer erkennt die vielen Schönheiten unseres Städtchens. Aufgrund der positiven Reaktionen der vielen Teilnehmer ist anzunehmen, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden.

Einmal mehr hat der YCA einen segelsportlichen Höhepunkt geboten, dies nach der erst vor einigen Wochen durchgeführten EURO 09 der Piraten-Klasse. Diese Aktivitäten wurden am Schluss der Veranstaltung mit grossem Applaus belohnt.

Gesamtwertung Arboner Mondscheinwoche 2009
Jollen:
1. Fredy Wachter Finn
2. 2. Alex Geisser, Finn
3. Alain Robichon 470er

YST 1:
1. Peter Munz, X-382 Sport
2. Patrik Herzig, Abraxas 10.5 Hk top
3. Patrik Ruf, Twelve OD

YST2:
1. Roland Rüegge, Olsen 34
2. Karsten Heinzle, Optima 101
3. Toni Wetzel, Olsen 34


YST 3:
1. Martin Gasser, H323
2. Dieter von Buschmann, Int. 806
3. Anton Stäheli, S+S 34

Mehrrumpfboote
1. Ulf Hügel, Corsair 28
2. Andreas Lutz, 18HT
3. Thomas Frehner, 18HT
ORC-Club

1. Max Juchli, Esse 850
2. Horst Zimmermann, ESSE 850
3. Markus Gschwandner, Esse 850

Sailability
1. Philipp Angst, A-Dinghy
2. Flurin Urech, A-Dinghy
3. Roger Liebherr, A-Dinghy



18.06.2009, Max Juchli

Hoffnung auf guten Wind

Nach dem windlosen Montag konnte es gestern mit der ersten Wettfahrt auch sportlich losgehen. 59 Boote in sieben Wertungsgruppen standen an der von Wettfahrtleiter Ivo Gonzenbach ausgelegten Startlinie. Der Wind wehte aus westlicher Richtung, verlangte aber von den Seglern einiges ab. Es galt, die Winddreher für sich zu nutzen und – vor allem auf der Startkreuz– die Windlöcher zu meiden, was den Lokalmatadoren am besten gelang.

Wieder sind über 50 Boote zum 2. Start am Mittwochabend angetreten, mit der Erwartung, eine schöne Leichtwindregatta in der Abendthermik zu fahren. Die um 18’00 Uhr noch vorhandene leichte Bise schlief jedoch just in dem Moment ein, da die Boote aus dem Hafen liefen. Die Hoffnung auf die Thermik teilten die Segler mit neun Ballonfahrer, die mit ihren Gefährten über St. Gallen, aber auch über dem deutschen Ufer hochstiegen. Bekanntlich sind solche Wettersituationen geradezu ideal für sie.

Erinnert man sich an die letzten zehn Jahre Mondscheinwoche, so ist es noch nie vorgekommen, dass an zwei Abenden kein Lauf wegen Windmangels stattfinden konnte. Die momentane Druckverteilung über Europa hat jedoch vermuten lassen, dass nur thermische Winde aufkommen können. Die Wettertrends für die nächsten drei Tagen sind viel versprechend. Eine Kaltfront ist im Anzug, leider verbunden mit Niederschlägen (siehe separater Abschnitt).


Was ist die positive Bilanz des gestrigen Abends?

Eine herrliche Abendstimmung mit klarem Blick zum Säntis und dem gegensätzlichen Panorama. Richtiges Postkartenwetter, das die volle Schönheit der Bucht von Arbon-Rorschach erkennen liess. Viele wären uns wohl neidisch gewesen, oder würden gar Eintritt bezahlen, einen solchen Sonnenuntergang mitzuerleben. Das war wohl der Anstoss für die gute Laune, die unter den Seglern schon auf dem Wasser aufkam. Viele hatten besonderen Spass untereinander und lautes und fröhliches Lachen war zu Hauf zu hören. Diese gute Stimmung setzte sich im Festzelt dann fort.

Für einmal bestand für einuge die Möglichkeit, den Abend etwas früher zu beenden, als sonst. Die Hoffnung auf guten Wind wird sich heute Donnerstag grösstwahrscheinlich erfüllen!


2. Schoten- und Knotenregatta

Die Schoten- und Knotenregatta ist eine Langstreckenregatta, die in ihrer Konzeption gleich mehrere seglerische Kriterien erfüllt. Zudem führt sie den positiven Geist der Mondscheinwoche weiter und beinhaltet seglerischen Anspruch in Kombination mit einem Seglerfest mit besonders guter Stimmung im gemütlichen Clubhaus des YC Rheindelta, das im neuen Glanz, nach dem umfangreichen Umbau, dasteht.

Was, ausser der Regatta selbst kann einen Segler reizen, mitzumachen?

Es ist die Regatta mit dem geringsten Meldegeld und den wohl attraktivsten Preisen, grosszügig gestiftet von der Fa. Meister & Cie AG, Hasle-Rüegsau. Als Erinnerungspreis erhält jeder Teilnehmer einen Festmacher mit gespleisster Kausch, Durchmesser 12 mm

Für die drei Erstplatzierten aller Startgruppen sind vorgesehen:
1. Platz: Konfektionierte Spischoten im Wert von ca. Fr. 300.--, die speziell auf die gewünschte Bootslänge angepasst werden
2. Platz: Ebenfalls auf das Boot angepasste Genua-Schoten im Wert von ca. Fr. 190.-
3. Platz: Ein Paar Festmacher mit Gummidämpfern (Forsheda) abgelängt mit Kauschen im Wert von ca. Fr. 110.--

Die Preise werden in Form von Gutscheinen übergeben und jeder kann innerhalb von max. drei Wochen diese bei der Fa. Meister einlösen.

Vor der Preisverteilung ist eine köstliche Paella zum Vorzugpreis zu geniessen, die legendären Ruf hat.

Wir rechnen mit Deiner Teilnahme!



17.06.2009, Max Juchli

Startschuss gefallen – Lokalmatadoren legen vor

Nach dem windlosen Montag konnte es gestern mit der ersten Wettfahrt auch sportlich losgehen. 59 Boote in sieben Wertungsgruppen standen an der von Wettfahrtleiter Ivo Gonzenbach ausgelegten Startlinie. Der Wind wehte aus westlicher Richtung, verlangte aber von den Seglern einiges ab. Es galt, die Winddreher für sich zu nutzen und – vor allem auf der Startkreuz – die Windlöcher zu meiden, was den Lokalmatadoren am besten gelang.

Erstmals mit dabei waren die Dinghys von Sailability, dem Verein mit dem Ziel, das Leben von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere von Menschen mit Behinderung, durch Segeln zu bereichern. Die Segler von Sailability sind eine Bereicherung für die Mondscheinwoche und wurden von den übrigen Teilnehmern im Festzelt mit einem herzlichen Applaus für ihre Leistungen gefeiert. Gewonnen hat das Sailability-Feld Phillip Angst, knapp vor Werner Ruch.

In den übrigen Wertungsgruppen gab es mit Ausnahme der Yardstick 1 Siege des YCA. Vorjahressieger Patrick Herzig (SSCRo) auf evanesse setzte sich nach berechneter Zeit knapp vor der Hurry Curry des Gespanns Peter Munz/René Dobler (YCK) durch. Herzigs Erfolgsrezept war das sofortige Halsen nach der Luvtonne, um die seewärts stärker wehenden Winden für sich zu nutzen. Der brandneue Twelve OD Jemaya, gesteuert von Patrick Ruf (YCA), überquerte die Ziellinie als erstes Boot, landete nach berechneter Zeit auf dem dritten Platz – eine beachtliche Leistung für den ersten Ernstkampf. Hansjörg Etter (YCA) der erstmals an der Mondscheinwoche auf der Henderson 30 Teaser mitsegelt und die Go on von Dietmar Salzmann (YCRhd) wurden auf die Plätze vier und fünf verwiesen. Ralph Nater (YCA) steuerte seine Luffe 44 Pamina auf den sechsten Platz und konnte so – trotz des für ihn unvorteilhaften leichten Windes – das Feld der X-99 hinter sich lassen.

Roland Rüegge (YCA) setzte sich mit seiner Lucina in der Yardstick-Gruppe 2 im Duell der beiden Olsen 34 durch und verwies Toni Wetzel (SGYC) auf number one auf den zweiten Rang. Karsten Heinzle (YCRhd) holte sich mit der Optima 101, den dritten Podiumsrang. Hinter dem viertplatzierten Kurt Hess (ASC) auf seiner Aphrodite 101 Chetan wurden die Lacustre von Beat Lüthy und Dominik Kühne (beide YCA) für einmal etwas zurückgebunden. Für die beiden folgenden Hanse 331 blies der Westwind etwas zu wenig und musste sich mit einem Mittelfeldplatz begnügen.

Einen bemerkenswerten Sieg gelang Toni Stäheli (YCA) in der Yardstick-Gruppe 3. Erstmals mit seiner neu erworbenen S+S 34 an einer Regatta an der Startlinie, holte er sich gleich seinen ersten Laufsieg. Hinter ihm folgte Simsalabim, die H323 vom sieggewohnten Martin Gasser (YCA). Er konnte seinen Rundum-Frust – ihm gelang da ein ausgezeichneter Start, war bis Langenargen unter den vordersten 50 Booten, musste dann aber im Laufe der Langstreckenwettfahrt wie das Gros des Feldes mangels Wind aufgeben – mit einem Erfolg an der Mondscheinwoche etwas lindern. Die Pulce d’acqua, dem Internationalen 806 von Dieter von Bustermann (YCA), schaffte ebenso den Sprung aufs Podest. Das Rennen bei den H-Booten, wegen der parallel durchgeführten SM dieses Jahr seit langem ohne eigene Wertungsgruppe, machte Rolf Junker (YCA). Mit dieser Leistung gelang ihm in der Yardstick-Gruppe 3 den vierten Rang.

In der ORC-Club Wertung segelten die Esse 850 den Sieg unter sich aus. Die Enigma 34, gesteuert von Fredi Geisser, hatte Schwierigkeiten, ihr enormes Geschwindigkeitspotenzial auszunutzen. Der Laufsieg ging an Max Juchli (YCA), der die Wertungsgruppe schon von Beginn an anführte und sich nach der ersten Wendemarke auf die Kontrolle der Gegner beschränken konnte. Zweite und dritte wurden seine österreichischen Flottenkameraden Markus Gschwandtner (YCRhd) auf Escape und Horst Zimmermann (YCH) auf La Wally 3. Das auch im Festzelt auffallende, orange-bekleidete X-35 Team um Michael Segert (SGYC) konnte als einziges Boot in die Phalanx der Esses eingreifen und wurde vierte.

Das 18HT-Dreiergespann Andreas Lutz, Thomas Frehner und Michael Huber (alle RVS) musste sich bei den Mehrrümpfern nach berechneter Zeit der Funky Rana von Ulf Hügel (YCA), einem Corsair 28, geschlagen geben. Bei den Jollen siegte Alain Robichon (YCA) auf dem 470er vor dem beiden Finns von Fredy Wachter (YCRhd) und Alex Geisser (SIMPL).


Verlosungen – das Highlight neben dem Wettkampfgeschehen

Legendär sind die von Wettfahrtleiter Ivo Gonzenbach im Anschluss an die Wettfahrten durchgeführten Verlosungen. Mit viel Charme und Humor schafft er es, die Verlosungen zu einem Spektakel zu machen.

Das ganze Festzelt hängt jeweils nach der Ziehung eines Loses an seinen Lippen, hoffend einer der begehrten Sachpreise mit nach Hause nehmen zu können. Ivo begeistert und zieht das Publikum in seinen Bann: Wer hat eine Segelnummer über 1000? Wer hat letztes Jahr das Fresspaket gewonnen? Wer hat noch nie eine Segeljacke gewonnen? „Müssen“ wir den Wein schon wieder nach Österreich exportieren? Und wenn das gezogene Los eine Segelnummer zeigt, das zugleich zwei Booten zugeordnet werden kann, teilt er die zu verschenkenden Badetücher redlich auf beide Teams auf und gibt gleich noch ein Sixpack Apfelschorle dazu. Eine Teetasse macht er schmunzelnd zu einem Sammlerstück „von einem Wert von 4'000 bis 5'000.-… unter Liebhabern“. Wir freuen uns auf einen weiteren Seglertag und lechzen nach mehr Ivo’schen Verlosungen im Hitchcock-Stil!

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