

Die Vorbereitung für die Swiss Open in Arbon laufen auf
Hochtouren. Jetzt kann auch Klassenpräsident Rolf Zwicky nur noch auf gute
Windverhältnisse für seine Vento Azzuro hoffen.
Da kann es im Hafen eng werden
In zwei Wochen trifft sich beim
Yacht-Club Arbon die X99-Klasse zu den Swiss Open
Vom 12. bis 15. September wird es eng im Arboner
Hafen, wenn an die 25 X99-Yachten mit ihren Crews zu den Swiss Open
anreisen. Die Organisation übernimmt der Yacht-Club Arbon, der rund
30 Personen dafür aufbietet.
Von Martina Weihrich
Neben der seglerischen Ausbildung sei die Organisation und
Durchführung von Regatten wichtiges Ziel des Yacht-Clubs Arbon und
statutarisch festgelegt. «Zwei bis vier Anlässe im Jahr fördern den
Wettkampfgeist», zeigte sich Theo Naef, Präsident des Yacht-Clubs Arbon,
am Dienstag überzeugt und hob die vom Klub organisierte Mondscheinwoche
sowie Jugendregatten hervor. Zudem wolle man jedes zweite Jahr eine
Meisterschaft durchführen: «Das kann eine Schweizer Meisterschaft sein,
genauso wie eine Europa- oder vielleicht sogar eine Weltmeisterschaft.»
Drei bis fünf Ausflüge für Fahrtensegler stünden zusätzlich auf dem
Jahresprogramm des 1966 gegründeten Klubs. «Das fördert die
Geselligkeit.»
Auf der Strasse Überbreite
Vom 12. bis 15. September aber stehen alle Zeichen auf
Regatta. Dann nämlich trägt die X99-Klasse in Arbon die Swiss Open
aus. Bei den Swiss Open handelt es sich nicht um eine offizielle Schweizer
Meisterschaft. «Ein oder zwei Mannschaften reisen aus diesem Grund nicht
an den Bodensee», weist Klassenpräsident Rolf Zwicky auf den aufwendigen
Transport des Dickschiffs hin. Immerhin sei die rund 3 Tonnen schwere
Yacht mit 3 Metern Breite auf der Strasse nicht so leicht zu manövrieren.
Dennoch erwartet der Yacht-Club Arbon zum Anlass im September
bisher 23 Boote mit rund 115 Seglern, dazu kommen nochmal 30
Begleitpersonen. Demgegenüber steht das siebenköpfige
Organsisationskomittee, unter der Leitung von Theo Naef, und rund 20
Helferinnen und Helfern.
30 Helfer im Einsatz
«Die anfallenden Arbeiten werden ausnahmslos
ehrenamtlich durchgeführt», freut sich Naef über das Engagement der
Klubmitglieder. Nicht nur müssten die Gäste vor Ort betreut werden, die
meisten Arbeiten fänden im Vorfeld statt. Unter anderem gelte es,
Sponsoren zu finden, Unterlagen zusammenzustellen, die Vermessung zu
organisieren, die Eröffnungsfeier im Landenbergsaal und den Gala-Abend im
Seeparksaal vorzubereiten sowie die Infrastruktur des Klubs aufzustocken.
«Als nächstes werden wir das Zelt aufstellen, in dem an zwei Abenden das
Essen stattfindet.» Im Einsatz ist auch Wettfahrtleiter Rolf
Gonzenbach, der zwölf Wettfahrten geplant hat. Mindestens vier Läufe
müssen für die Swiss Open gesegelt werden. Für interessierte
Zuschauerinnen und Zuschauer stehe das Schiff Arbor Felix zur Verfügung,
das gegen Entgelt Fahrten zum Regattafeld unternehme. Am besten melde man
sich vor Ort dazu an. Der nächste Grossanlass im Yacht- Club Arbon
steht bereits fest: 2003 wird die Lacustre-Klasse in Arbon ihre
Internationale Schweizer Meisterschaft austragen. Und wer weiss,
vielleicht wird es 2004 sogar zur ersten Weltmeisterschaft der X99
in Arbon kommen.
512 Kilogramm
wei. 1985 wurde die erste X99 eingewassert. Inzwischen hat
die dänische X-Yachts rund 700 Stück gebaut. Verbreitung findet die Klasse
vor allem in den nordischen Ländern, am Bodensee segeln 70 dieser Boote.
Die X99 ist 10 Meter lang und 3 Meter breit, sie hat einen Tiefgang von
1,75 Metern und rund 3 Tonnen Gewicht.
«International ist die X99 die grösste und aktivste
Yachtklasse ihrer Grösse», ist der schweizerische Klassenpräsident Rolf
Zwicky überzeugt. An der diesjährigen Weltmeisterschaft in Dänemark
gingen 75 Mannschaften an den Start. Gesegelt wird die X99 bei Regatten
mit einer Crew von fünf bis sieben Personen, entscheidend ist das
Gesamtgewicht der Crewmitglieder: bei 512 Kilogramm ist
Schluss.
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