| Regionen | St.Gallen/Rorschach | Samstag, 9. Oktober 1999 | |||||||
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Patrick Ruf wird gefordertYachtclub Arbon führt Schweizer Meisterschaft der 420er und Moth-Klassen durch Als Höhepunkt der diesjährigen Regattasaison veranstaltet der Yachtclub Arbon zwei international ausgeschriebene Segelanlässe. In der 420er-Klasse wird der Schweizer Meister erkoren, die Moth-Segler führen eine Klassenmeisterschaft durch.
enrico berchtold arbon. An Erfahrungen, grosse Segelanlässe durchzuführen, mangelt es dem Yachtclub Arbon (YCA) wahrlich nicht. Seit 1983 lud man bereits zu acht Schweizer Meisterschaften ein. «Immer hatten wir genug Wind», bemerkte YCA-Präsident Roland Rüegge - auf den Tisch klopfend - an einer Presseorientierung.
Internationale Beteiligung Am kommenden Mittwoch beginnt der diesjährige Regattahöhepunkt für die
Arboner Seglerfreunde. Die 420er-Boote tragen ihre Schweizer Meisterschaft
(Junioren und Senioren) aus und die Moth-Jollen führen eine
Klassenmeisterschaft durch. Beide Wettkämpfe sind international
ausgeschrieben. Ein österreichisches und fünf italienische ergänzen die
bisher 40 gemeldeten Schweizer Teams bei den 420ern. Segler aus
Deutschland fehlen, da sie gleichzeitig ihre Meisterschaften veranstalten.
Kleiner ist das Starterfeld bei den «Motten»:Eingeschrieben haben sich
bisher 17 Skipper; darunter vier Deutsche und der in London lebende
Australier Oliver Laing.Ob Patrick Ruf, der frischgebackene Europameister
bei den Moth-Jollen, vor der Haustüre einen gewissen Heimvorteil geniesst,
wird sich zeigen. Ruf, Mitglied des YCA: «Die Konkurrenz ist sehr stark;
ich kann gewinnen, aber auch nur Vierter werden.» Bei den 420ern erwartet
Roland Rüegge einen Spitzenplatz von den Brüdern Urs und Ivo Gonzenbach,
die im vergangenen Jahr die Travermünder Woche für sich entscheiden
konnten. Vom Junior Christian Casutt, er segelt mit Vorschoter Mathias
Dauwalder, erhofft man sich im YCA ebenfalls einiges.Roland Rüegge, der
auch das Organisationskomitee anführt, kann auf tatkräftige Mithilfe aus
den eigenen Reihen zählen: «Um einen solchen Anlass durchzuführen, sind
rund drei Dutzend Helfer notwendig.» Als «Chef Wasser» amtet Jack Germann.
Zu seinen Aufgaben gehört auch das Festsetzen des Kurses. Germann zur
Seite steht als Wettkampfleiter Rolf Gonzenbach. Mit Sammy Smits kann der
YCA auch einen «clubeigenen» Vermesser stellen. Sponsoren gefunden Allein mit persönlichem Einsatz kann allerdings eine solche
Veranstaltung nicht auf die Beine gestellt werden. Rüegge ist deshalb
froh, dass sich genügend Sponsoren gefunden haben, um den Anlass, der mit
einem Budget von rund 20 000 Franken rechnet, zu unterstützen. Offiziell
eröffnet wird die Schweizer und Klassenmeisterschaft am Mittwochabend, 13.
Oktober, mit einem von der Stadt offerierten Apéro im Landenbergsaal. Am
darauf folgenden Morgen ist die erste Wettfahrt - Briefing 8.30 Uhr - der
420er vorgesehen. Je nach Windverhältnissen werden täglich mehrere
Regatten ausgetragen. Am Freitagmittag setzen die Moth-Segler erstmals ihr
Tuch. Geplant sind maximal 12 Fahrten; damit eine Meisterschaftswertung
zustande kommt, müssen mindestens vier Regatten durchgeführt werden
können. Lassen die Bodenseewinde den YCA nicht im Stich, könnten die
Meisterschaften bereits am Samstag beendet sein, meinte Jack Germann.
Ansonsten dauern sie bis und mit Sonntag; um 14 Uhr ist die allerletzte
Startgelegenheit. |
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