| Regionen | Thurgau | Mittwoch, 8. August 2001 | |||||||
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Im Herbst gehts nach JapanDer Arboner Patrick Ruf holte sich Silber an der Moth-Segel-EM Nur einen Punkt trennte ihn von Gold: Patrick Ruf gewann an der Moth-Europameisterschaft in Dänemark die Silbermedaille. Im Herbst reist der junge Arboner Segler an die WM nach Japan.
Enrico Berchtold Enttäuscht über den zweiten Rang ist er nicht, der Europameister von
1999. Erst die letzte Wettfahrt entschied: Patrick Ruf musste sich dem
Deutschen Sven Kloppenburg knapp um einen Punkt geschlagen geben. Bei
guten Verhältnissen - alle Tage Westwind - führten letzte Woche die
Moth-Segler im dänischen Horsens ihre Europameisterschaft durch. «Es
herrschten eher Binnengewässerverhältnisse; bei Ostwind wäre der Seegang
höher und für mich wäre es schwieriger gewesen, vorne dabei zu sein», gibt
Ruf unumwunden zu. Erfreulich aus seiner Sicht ist das Abschneiden der
weiteren Schweizer an der Ostsee, belegten sie doch die Plätze vier,
sieben und zehn - von 26 Seglern aus sieben Nationen. Von Kindesbeinen an Das «Aushängeschild des Yachtclub Arbon» -
Patrick Ruf wird etwas verlegen, wenn man ihn so betitelt - segelt seit
frühester Jugend. Durch seine Eltern, beide begeisterte Segler, kam er zu
diesem Sport. Wettkampfmässig ihn zu betreiben, begann er als
Sekundarschüler, seit 1994 in der Moth-Klasse.«Ein nicht leicht zu
segelndes Boot, besonders bei starkem Wind weil es relativ schmal ist»,
erklärt der heute 29-jährige Elektronikingenieur. Trainieren bei kräftigem
Wind könne man am Bodensee leider nicht viel. Diese mangelnden Erfahrungen
zeigten sich auch bei der letzten Weltmeisterschaft vor Perth in
Australien. «Die Einheimischen hatten klar die Nase vorn», erinnert sich
Patrick Ruf. Im Herbst misst er sich erneut mit der Weltspitze, diesmal in
Japan. «Bei mittleren Windstärken haben die Europäer gute Chancen, an der
Spitze mitzumischen.» Aus eigenem Sack Obwohl bereits einmal Europameister und dieses Jahr Vize muss Patrick
Ruf die Reise ins Land der aufgehenden Sonne und den Bootstransport
grösstenteils aus eigenem Sack berappen. Vom nationalen Yachtverband
erhält er keinerlei materielle Unterstützung. Umso erfreulicher sei, dass
der Kanton aus dem Lotto-Fonds ihm etwas zukommen lasse, sagte Ruf. Er
kann das Jahr hindurch zudem auf die Unterstützung einiger kleiner
Sponsoren zählen. Für den Japan-Trip ist er immer noch auf
Sponsorensuche. |
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