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Regionen | St.Gallen/Rorschach | Dienstag, 4. September 2001

Hauptprobe für Weltmeisterschaften?

Vom 13. bis 15. September organisiert der Yachtclub Arbon das X99 Swiss Open

Die Kiel-Boote der X99-Klasse sind über 1000 Kilogramm schwer. Weil in diesem Sommer nicht in zwei Regionen der Schweiz gesegelt werden konnte, wird die X99-Klasse als Swiss Open und nicht als Schweizer Meisterschaft ausgetragen.

Rudolf Käser

Die X99-Klasse existiert erst seit rund 15 Jahren. Ihr Ursprung liegt in Dänemark, wo diese Boote auch gebaut werden. Am meisten verbreitet sind die X99 in den nordischen Ländern und am Bodensee. Das Boot wird in der Regel mit fünf Leuten besetzt, weil das Gewicht auf 512 Kilogramm beschränkt ist. Die X99 kann aber auch mit sieben Leuten gesegelt werden, was ermöglicht, dass auch Damenteams diese Klasse segeln können. Vom 13. bis 15. September messen sich rund 25 Teams aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein vor Arbon beim Swiss Open. Am Start wird auch die bekannte Thurgauer Steuerfrau Lisbeth Brücker sein. Präsident Rolf Zwicky erklärt: «Ein X99-Boot kann sowohl bei wenig wie auch bei starkem Wind gesegelt werden.» Allerdings kann an dieser Klasse wenig verändert werden, da die Auflagen sehr streng sind.

Regatta mitverfolgen

Bisher wurden europaweit rund 700 Boote dieser Klasse gebaut, rund 70 davon befinden sich auf dem Bodensee. Die X99-Klasse sei, wie YCA-Präsident Theo Naef versichert, eine attraktive Disziplin. Theo Naef ist gleichzeitig OK-Präsident des Swiss Open. Zuschauer können, da die Regattastrecken nahe am Arboner Seeufer angelegt werden, mit dem Feldstecher die Wettkämpfe mitverfolgen. Der YCA hat aber auch einen Service vorbereitet, um die Rennen hautnah mitzuverfolgen. «Bei genügend Interessenten fahren wir mit der 'Arbor Felix' an die Regattastrecken», sieht Naef vor. Noch in unangenehmer Erinnerung ist die Rundum-Fahrt vom vergangenen Frühjahr, als wegen eines Sturms viele Boote aufgeben mussten. Zwicky versichert, dass in dieser gut führbaren Klasse bei den Swiss Open die Risiken sehr gering sein werden. Zudem wird der YCA alle erforderlichen Sicherheitsmassnahmen treffen. Der YC Arbon legt, wie Theo Naef darlegte, starkes Gewicht auf die Nachwuchsförderung. Aus seinen Reihen sind zuletzt die starken Segler wie die Gebrüder Gonzenbach, Vize-Europameister Patrick Ruf (moTH-Klasse) oder Alain Robichon hervorgegangen. Das OK ist zuversichtlich, das Budget von 32 000 Franken bestreiten zu können. «3000 Franken sollten dem Club am Ende bleiben. Damit können wir die Infrastrukturen wie die Clubhütte amortisieren», erklärt Naef.

Im Jahr 2004 eine WM?

Auf die Frage, ob sich der YCA für die WM 2004 bewirbt, gibt er sich vorerst zurückhaltend. «Es wäre für den Club eine spezielle Herausforderung. Die Sache muss intern zuerst diskutiert werden.» Die Bedenken bestehen darin, dass die Mitglieder 2003 mit der Organisation einer Grossregatta bereits stark belastet werden.

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