| Regionen | St.Gallen | Donnerstag, 30. August 2001 | |||||||
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Hauptprobe für Weltmeisterschaften?Vom 12. bis 15. September organisiert der Yachtclub Arbon das X99 Swiss Open Die Kiel-Boote der X99-Klasse sind zehn Meter lang, drei Meter breit und über 1000 Kilogramm schwer. Weil in diesem Sommer nicht in zwei Regionen der Schweiz gesegelt werden konnte, wird die X99-Klasse als Swiss Open und nicht als Schweizer Meisterschaft ausgetragen.
rudolf käser Alle zwei Jahre führt der Yachtclub Arbon
(YCA) einen Gross-Segelanlass durch. Nach den Swiss Open in diesem Jahr
steht in zwei Jahren die Durchführung einer weiteren grossen Regatta an.
Bei der Frage, ob sich der YCA für die WM 2004 bewerben werde, zeigt sich
Clubpräsident Theo Naef erst einmal zurückhaltend. Junge Bootsklasse Die X99-Klasse existiert erst seit rund 15 Jahren. Ihr Ursprung
befindet sich in Dänemark, wo diese Boote auch gebaut werden. Am meisten
verbreitet sind die X99 in den nordischen Ländern und am Bodensee. Das
Boot wird in der Regel durch fünf Leute besetzt, weil das Gewicht auf 512
Kilogramm beschränkt ist. Die X99 kann aber auch mit sieben Leuten
gesegelt werden, was ermöglicht, dass auch Damenteams diese Klasse segeln
können.Vom 13. bis 15. September messen sich rund 25 Teams aus der
Schweiz, aus Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein vor
Arbon beim Swiss Open. Am Start wird auch die bekannte Thurgauer
Steuerfrau Lisbeth Brücker ihre Yacht «Octopussy» mit einer Siebner-Crew
führen. Zusehen mit «Arbor Felix» Wie der Präsident der Schweizerischen Klassenvereinigung X99, Rolf
Zwicky, erklärte, ist diese Bootsklasse in einem breiten Bereich führbar.
«Die Bandbreite ist gross, denn es kann mit der X99 bei wenig, aber auch
bei viel Wind gesegelt werden.» Allerdings kann an dieser Klasse wenig
verändert werden, da die Auflagen sehr streng sind. Bisher wurden
europaweit rund 700 Boote dieser Klasse gebaut, rund 70 davon befinden
sich auf dem Bodensee.Die X99-Klasse ist, wie YCA-Präsident Theo Naef
versichert, eine attraktive Disziplin. Theo Naef ist auch gleichzeitig
OK-Präsident des Swiss Opens.Zuschauer können, da die Regattastrecken nahe
am Arboner Seeufer angelegt werden, mit dem Feldstecher die Wettkämpfe gut
verfolgen. Der YCA hat aber auch einen Service vorbereitet, der es
ermöglicht, die Regatten hautnah auf dem Wasser zu verfolgen. «Bei
genügend Interessenten fahren wir mit der 'Arbor Felix' an die
Regattastrecken», erklärt Naef. Keine grossen Risiken Noch in unangenehmer Erinnerung ist die Rundum-Fahrt vom vergangenen
Frühjahr, als wegen eines Sturms viele Boote aufgeben mussten. Rolf Zwicky
hält dem entgegen, dass von der Aufgabewelle die X99-Klasse nur in
geringem Masse betroffen war. «Von 30 gestarteten Booten erreichten 28 das
Ziel.»Zwicky versichert, dass in dieser gut führbaren Klasse bei den Swiss
Open die Risiken sehr gering sein werden. Zudem wird der YCA alle
erforderlichen Sicherheitsmassnahmen treffen. WM ein fernes Thema? Der YC Arbon legt, wie Theo Naef darlegte, starkes Gewicht auf die
Nachwuchsförderung. Aus seinen Reihen sind zuletzt die starken Segler wie
die Gebrüder Gonzenbach, Vize-Europameister Patrick Ruf (moTH-Klasse) oder
Alain Robichon hervorgegangen.Das OK ist zuversichtlich, das Budget von
32000 Franken bestreiten zu können. «Wir rechnen, dass noch etwa 3000
Franken dem Club bleiben. Damit können wir die Infrastrukturen wie die
Clubhütte amortisieren», erklärt Naef.Auf die Frage, ob sich der YCA für
die WM 2004 bewirbt, gibt er sich vorerst abweisend. «Es wäre sicher für
den Club eine spezielle Herausforderung. Die Sache muss intern zuerst
diskutiert werden.» Die Bedenken bestehen darin, dass die Mitglieder 2003
mit der Organisation einer Grossregatta bereits starkbelastet
werden. |
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