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Midweek SGYC/SCR 2017

Franco Barletta 03.05.2017

Am Mittwoch 3. Mai startete die Midweekserie in der Rorschacher Bucht. 

Die "Schweinebucht", dem Namen wird die Bucht immer wieder gerecht, denn Sie ist windtechnisch nicht berechenbar, zeigte sich anfänglich mit 1 Windstärke von der guten Seite und verheisst einen schönen Seglerabend, bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. 

Wir sind zu dritt, Rolf, Gi und der Schreibende. Somit rechnen wir mit viel Arbeit bei den Manövern. 

Beim Start wurde das Startschiff durch einen Winddreher klar bevorzugt. Und wie üblich haben dass die meisten gemerkt. Wir sind perfekt in der Zeit und würden die Startlinie wie geplant eine Bootslänge vom Startschiff weg bei null kreuzen. Wie bereits erwähnt "würden", wenn nicht da noch zwei sich zwischen uns und dem Startschiff rein mogeln würden. Dass Sie das nicht dürfen, war ihnen vermutlich auch klar. Ganz nett haben wir sie darauf hingewiesen und als Protestwiedergutmachung ein Bier pro Meter ausgehandelt. Zu dem Zeitpunkt konnten Sie gar nicht mehr anders. Da wir ja keine Unmenschen sind haben wir etwas Raum gegeben und Sie erst ein paar Bootslängen später, langsam aber sicher über die Linie gezwungen, wohlgemerkt vor dem Start. Bei Start mit I Flagge ist Regel 30.1 in Kraft und das heisst, dass Sie bei einem Frühstart eine Ehrenrunde um die Startmarken drehen dürfen. Uns hat das einige Bootslängen vom Startschiff gebracht, so dass der Rest des Feldes den von uns geräumten Raum für den Start nutzen konnte. Mit dem durch das Abfallen erreichten Speed und in der Abdeckung aller anderen Schiffe zwischen uns und dem Startschiff, starten wir, vermutlich auch etwas zu früh, aber im Sichtschatten unserer Kollegen die wir nett aber bestimmt über die Startlinie gezwungen hatten. Der Wettfahrtleiter kann uns nicht sehen.

Durch den Winddreher ist dieser Bug zugleich Streckbug, das heisst die bevorzugte Seite die uns näher an die Luvboje bringen wird. Zugleich scheint auf der rechten Seit der Wind einzuschlafen, so dass wir uns mit freiem Wind etwas absetzen und durch die enorme Höhe die die Misia bei den Bedingungen läuft, auf der linken Seite vor das Feld schieben können. Zwei Wenden nachher sind wir mit einem sichern Abstand auf Wilfried Haringer mit der J105 und Patrick Maurer auf dem Fettenboot, an der Luvboje.

Und nun macht die Schweinebucht ihrem Namen alle Ehre. Der Wind schläft bis auf einen Hauch ein. Wir sind aber bereits Richtung Leeboje unterwegs und können mit viel Glück den letzten Hauch nutzen. Derweilen hängen hinter uns teilweise die Gennaker und Spinnaker ziemlich demotiviert von den Masten runter, was uns kaum passierte. Der Wettfahrtleiter hat erbarmen und setzt Falgge S mit zwei akustischen Signale, was Bahnabkürzung bedeutet. Für uns ist somit die nächste Boje das Ziel. Das Fetteboot, Raum immer ein ernstzunehmender Gegner, fährt kurz vor dem Ziel in ein Windloch, was uns einen Zeitvorsprung von über 5 Minuten bringt und nach berechneter Zeit immer noch über 4 Minuten ist. Der Rest des Feldes ist nun den Launen der Schweinebucht voll ausgesetzt und quält sich entsprechen langsam Richtung Ziel. Als drittes Boot geht Julian Flessati auf der J70 gefolgt von Wilfrid Haringer auf der J105 und Ruedi Hochstrasser mit der M2, nach berechneter Zeit immer ein starker Gegner, durch das Ziel.

 

Rangliste nach berechneter Zeit

1. Misia YCA

2. Fettesboot YCRo

3. Beluga M2 YCA

 

 

Rangliste nach berechneter Zeit

1. Misia YCA

2. Fettesboot YCRo

3. Beluga M2 YCA